Aktuelle Aktionen für Arbeitschutz, Schmierstoff




VTH Verband technischer Händler


ISL-Industriehandel, PSA Atemschutz

Die beste Schutzausrüstung nützt nichts, wenn sie nicht getragen wird!
Atemschutz muss getragen werden, wenn Gefährdungen durch Schadstoffe in der Luft und/oder durch Sauerstoffmangel bestehen. Atemschutzgeräte wirken entweder abhängig (Filtergeräte) oder unabhängig (Isoliergeräte) von der Umgebungsatmosphäre.


Atemschutz-Filtergeräte – abhängig von der Umgebungsatmosphäre, Filtergeräte und entsprechende Europäische Normen

Ohne Luftversorgung

Filter zum Gebrauch mit Vollmaske (DIN EN 136), Halbmaske und Viertelmaske (DIN EN 140) oder Mundstückgarnitur (DIN EN 142)

Gasfilter und Kombinationsfilter

DIN EN 14387
        Partikelfilter
DIN EN 143
AX Gasfilter und Kombinationsfilter gegen niedrigsiedende organische Verbindungen DIN EN 14387
SX Gasfilter und Kombinationsfilter gegen speziell genannte Verbindungen DIN EN 14387
Filter mit Atemschlauch (nicht am Atemanschluss befestigte Filter) – Gasfilter, Partikelfilter und Kombinationsfilter  DIN EN 12083
Filtrierende Atemanschlüsse Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel DIN EN 149
   Filtrierende Halbmasken mit Ventilen zum Schutz gegen Gase, oder Gase und Partikel DIN EN 405
Halbmasken ohne Einatemventile und mit trennbaren Filtern zum Schutz gegen Gase, Gase und Partikel oder nur Partikel DIN EN 1827
Mit
Luftversorgung
  Gebläsefiltergeräte mit einem Helm oder einer Haube DIN EN 12941
    Gebläsefiltergeräte mit Vollmasken, Halbmasken oder Viertelmasken DIN EN 12942

Atemschutz-Isoliergeräte – unabhängig von der Umgebungsatmosphäre, Isoliergeräte und entsprechende Europ. Normen

Nicht autonom Frischluft-
Schlauchgeräte
Frischluft-Schlauchgeräte in Verbindung mit Vollmaske, Halbmaske oder Mundstückgarnitur DIN EN 138
         Frischluft-Druckschlauchgeräte mit Motorgebläse in Verbindung mit Haube  DIN EN 269
Druckluft-
Schlauchgeräte
Druckluft-Schlauchgeräte mit Vollmaske, Halbmaske oder Mundstückgarnitur DIN EN 139
     Druckluft-Schlauchgeräte in Verbindung mit Haube DIN EN 270
Druckluft-Schlauchgeräte oder Frischluft-Schlauchgeräte mit Luftförderer mit Haube für Strahlarbeiten DIN EN 271
Druckluft-Schlauchgeräte für leichte Einsätze mit Helm oder Haube DIN EN 1835
Leichtschlauchgeräte mit Vollmaske, Halbmaske oder Viertelmaske für leichte Einsätze DIN EN 12419
Autonom Offener Kreislauf Behältergeräte mit Druckluft (Pressluftatmer) DIN EN 137
    Autonome Leichttauchgeräte mit Druckluft DIN EN 250
Fluchtgeräte Offener Kreislauf  Behältergeräte mit Druckluft (Pressluftatmer) mit Vollmaske o. Mundstückgarnitur DIN EN 402
    Behältergeräte mit Druckluft mit Haube (Druckluftselbstretter mit Haube) DIN EN 1146

Maskentypen

Partikelfiltrierende Halbmasken bestehen zum größten Teil selbst aus Filtermaterial. Sie sind aus Hygienegründen für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Ihre Schutzwirkung entspricht der von Halbmasken mit Partikelfiltern der entsprechenden Klasse.

Halbmasken umschließen den Mund und die Nase.

Vollmasken bedecken das gesamte Gesicht. Sie haben eine bessere Schutzwirkung als Halbmasken, weil sie dichter am Gesicht anliegen und zusätzlich die Augen schützen.

Grundinformation für Filteratemschutz

Für Schadstoffe sind Grenzwerte festgelegt, die am Arbeitsplatz nicht überschritten werden dürfen (MAK = Maximale Arbeitsplatzkonzentration, TRK = Technische Richtkonzentration). Ist die Konzen-tration der Stoffe höher, muss man sich gegen sie schützen.

Funktionsweise – Prinzip des Filteratemschutzes ist es, die Luft vor dem Einatmen von gesundheitsschädlichen Bestandteilen zu befreien. Dazu werden spezielle Filtermaterialien benutzt, die den jeweils vorhandenen Schadstoffen angepasst sein müssen. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Schadstoffe vorliegen.

Einsatzdauer – Die Standzeit der Filter hängt von der Filterklasse, den Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schadstoffgehalt, ...) sowie der Atemleistung des Benutzers ab. Gasfilter sind dann erschöpft, wenn der Geruch bzw. Geschmack des Gases spürbar wird, Partikelfilter und partikelfiltrierende Halbmasken, wenn der Atemwiderstand merklich ansteigt.

Filtertypen

Gasfilter schützen vor Gasen und Dämpfen, wobei diese in mehrere Arten, und die Filter in entsprechende Typen unterteilt werden.

Partikelfilter schützen vor Staub, Rauch, Spray und Nebel, sowie Mikroorganismen, Viren und Sporen.

Kombinationsfilter  sind Gas- und Partikelfilter in einem.

Einteilung in Filtertypen und -klassen

Filtertyp Hauptanwendung (Schadstoffart) Klassen Kennfarbe
A Organische Gase und Dämpfe mit Siedepunkt > 65 °C 1, 2, 3 braun
AX Organische Gase und Dämpfe mit Siedepunkt < 65 °C der Niedrigsieder-Gruppen 1 und 2 (siehe BG-Vorschriften) - braun
B Anorganische Gase und Dämpfe wie: Blausäure (Hydrogencyanid), Chlor, Schwefelwasserstoff (Hydrogensulfid),
jedoch nicht gegen Kohlenmonoxid 
1, 2, 3 grau
E Saure Gase, wie z.B. Chlorwasserstoff (Salzsäuredampf) und Schwefeldioxid  1, 2, 3 gelb
K Ammoniak und organische Ammoniak-Derivate 1, 2, 3 grün
SX Spezielle Gase wie auf dem Filter angegeben - violett 
NO Nitrose Gase z.B. NO, NO2 - blau
Hg Quecksilberdampf und Quecksilberverbindungen - rot
Reaktor Radioaktives Jod inkl. Jodmethan - orange
CO Kohlenmonoxid   schwarz
P Partikel 1, 2, 3 weiß 

 

 

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